Sicherheitspolitische Studienfahrt nach Sigmaringen

Frankenberg/Sigmaringen(Manfred Weider). Die für alle offene und als Lehrerweiterbildung zertifizierte sicherheitspolitische Studienfahrt der Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V., Sektion Waldeck-Frankenberg (GSP) in diesem Jahr führte nach Sigmaringen. Manfred Weider, begrüßte drei Lehrer und 28 interessierte Teilnehmende. Sie wollten sich einen eigenen Eindruck der „realen“ Bundeswehr und Rüstungsbetriebe verschaffen. Genau zu diesem Zweck bietet die GSP diese Veranstaltung an. Erster Programmpunkt war vor dem Einchecken im zentral gelegenen vier Sterne Hotel eine Führung durch Sigmaringen. Es gab viele Anregungen für eigene Entdeckungswege nach Rückkehr am Nachmittag. Am Montag besuchte die Gruppe das Ausbildungszentrum Spezielle Operationen in Pfullendorf. Nach dem Briefing über Organisation, Gliederung, Einsatzspektrum wurde die Ausrüstung in Teilen gezeigt. Ausgebildet werden hier auch Angehörige befreundeter Nationen. Eine Einsatzmöglichkeit ist die Evakuierung von Menschen aus Kriegsgebieten. Dienstagmorgen Start zur Firma ZF in Friedrichshafen. Hier wurden Herstellungsprozesse gezeigt von Teilen die auch in militärischen Fahrzeugen verbaut werden. Bei Sonnenschein und angenehmer Temperatur Schifffahrt nach Lindau, wo der Bus wartete zur Fahrt ins Hotel.

Beeindruckend am Mittwochvormittag die Panzerhaubitze 2000 beim Artilleriebataillon 295 (ArtBtl 295)in Stetten am kalten Markt, die nach dem Briefing mit anderem Gerät besichtigt werden konnte. Am Nachmittag Besuch der Kampfmittelabwehrschule, einer Ausbildungseinrichtung der Pionierschule. Hier werden Soldaten aller Teilstreitkräfte in der Kampfmittelabwehr ausgebildet in der Kampfmittelerkundung- und Aufklärung. Zu diesen gehören konventionelle Kampfmittel anderer Streitkräfte wie Minen und Geschosse, aber auch behelfsmäßige Sprengvorrichtungen. Donnerstag nach dem Auschecken Fahrt zur 2. Kompanie des Feldjägerregiments 3 in der Kaserne wie am Vortag. Nach dem Briefing wurden Szenarien aus dem Spektrum der Feldjägereinsatzmöglichkeiten gezeigt. Höhepunkt war eine Personenkontrolle mit Diensthund. Besonders die „Stammgäste“ an der mehrtägigen Studienfahrt waren beeindruckt von den Neuerungen, den geänderten Abläufen und Umgliederungen und Beschaffungen um der heutigen Sicherheitslage gerecht zu werden. Fazit: man muss hier bei der Truppe sich ein Bild verschaffen, damit Medienberichte besser beurteilt werden können. Vieles ist noch zu tun, aber es hat sich schon vieles getan.

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